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    Obst

    Physalis

    Goldgelbe Kapstachelbeere in papierartiger Lampionhülle – exotisch süß-säuerlich, als Dekoration und exklusiver Genuss.

    Physalis – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Physalis hat in den Monaten August, September, Oktober Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager
    • Import

    Die Physalis (Physalis peruviana) – auch Kapstachelbeere, Andenbeere, Incapflaume oder Lampionfrucht genannt – ist eine Andenfrucht aus Peru, Ecuador und Kolumbien. Charakteristisch ist die papierartige, aufgeblasene Blütenkelch-Hülle, die die kleine goldgelbe Beere wie einen Lampion umschließt. Das Fruchtfleisch ist süßsäuerlich mit einer deutlich exotischen Note zwischen Stachelbeere, Ananas und Tomate – kulinarisch unverwechselbar. Mit 53 kcal/100 g moderat kalorienreich, liefert sie überraschend viel Beta-Carotin und Vitamin C sowie Eisen. In der Patisserie und Gastronomie ist sie beliebt als dekorative Tortengarnitur – die zurückgezogenen Hüllblätter dienen als natürlicher „Griff". Hauptanbauländer sind Kolumbien, Peru, Südafrika und seit einigen Jahren auch europäische Gewächshäuser. In Deutschland ist sie praktisch ausschließlich Importware.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Dekorative Tortengarnitur (klassisch)
    • Physalis-Konfitüre oder -Gelee
    • Früchtesalat mit Ananas und Mango
    • Physalis-Chutney zu Käse, Wild und Curry
    • In dunkle Schokolade getaucht als Konfekt
    • Smoothie mit Banane und Orange
    • Als Topping auf Käseplatten
    • Cocktail-Garnitur und Drink-Zutat

    Passt perfekt zu

    • Dunkle Schokolade
    • Vanille und Zimt
    • Ingwer und Chili
    • Ziegen- und Blauschimmelkäse
    • Ananas und Mango
    • Minze und Basilikum
    • Limette und Orange
    • Honig

    Eigenschaften

    • Papierartige Lampionhülle (essbar nein, schmückend ja)
    • Süßsäuerliches, exotisches Aroma
    • Relativ hoher Eisengehalt für eine Frucht (1 mg/100 g)
    • Lagerfähig in Hülle – 2-3 Wochen haltbar
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Beta-Carotin und Lutein unterstützen Sehkraft und Haut
    • Hoher Ballaststoffgehalt (4,9 g/100 g) fördert die Verdauung
    • Eisen besser bioverfügbar durch Vitamin C-Gehalt
    • Niacin (B3) wichtig für Energiestoffwechsel
    • Antioxidative Phenolsäuren und Withanolide

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, warmer, windgeschützter Standort
    • Humusreicher, durchlässiger Boden, leicht sauer
    • Verwandt mit Tomate – ähnliche Pflege und Krankheitsanfälligkeit
    • Regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden
    • Alle 2 Wochen mit Tomatendünger düngen
    • Lange Kulturdauer – Ernte erst ab August/September
    • Früchte sind reif, wenn Hülle pergamentartig braun ist und die Frucht goldgelb
    • Nicht grüne Früchte pflücken (Solanin) – am Strauch nachreifen lassen

    Pflege

    • In Deutschland als einjährige Kübel- oder Gewächshauskultur
    • Vorkultur ab Februar/März im Haus (22-25 °C Keimtemperatur)
    • Pflanzung ins Freie nach den Eisheiligen
    • Rankhilfe hilfreich – Pflanze wird 1-2 m hoch
    • Im Wintergarten als mehrjährige Kultur möglich

    Erntezeitpunkt

    Zeit: In Gewächshaus oder warmem Garten August bis Oktober. Importware ganzjährig.

    Früchte sind reif, wenn die Lampionhülle trocken, pergamentartig und hellbraun ist und die Frucht darin goldgelb. Mit Hülle ernten – sie ist natürlicher Schutz und verlängert die Haltbarkeit. Unreife grüne Früchte hängen lassen – sie reifen nach.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Zimmertemperatur
    Haltbarkeit
    21 Tage

    Tipps

    • In der Papierhülle bei Raumtemperatur 2-3 Wochen haltbar
    • Im Kühlschrank sogar 3-4 Wochen möglich
    • Hülle erst kurz vor Verzehr entfernen
    • Nicht waschen vor Lagerung – ruiniert die Hülle
    • Einfrieren möglich (ohne Hülle) – 6-8 Monate haltbar
    • Konfitüre und Chutney eingekocht 1-2 Jahre haltbar

    FAQ

    Häufig gefragt

    Isst man die Lampionhülle der Physalis mit?

    Nein. Die papierartige Hülle (Kelchblätter) ist bitter und enthält geringe Mengen Solanin-ähnlicher Alkaloide – nicht zum Verzehr geeignet. Vor dem Essen die Hülle einfach öffnen und zurückziehen; sie wird dann klassisch als „Griff" oder dekoratives Element stehen gelassen. Besonders hübsch auf Torten und Desserts.

    Wann haben Physalis Saison?

    Als Importware sind Physalis aus Kolumbien, Peru und Südafrika praktisch ganzjährig erhältlich. In europäischen Gewächshäusern werden sie von August bis Oktober geerntet. Im eigenen Garten oder Kübel reifen sie in Deutschland von August bis Oktober. Ein großer Vorteil: Durch die schützende Hülle sind sie lange lagerfähig – auch im Handel oft noch frisch.

    Wie schmecken Physalis?

    Physalis schmecken süßsäuerlich mit einer deutlich exotischen Note – zwischen Stachelbeere, Ananas, Tomate und etwas Passionsfrucht. Die kleinen orange Samen knacken leicht zwischen den Zähnen, ähnlich Kiwi. Der Geschmack ist unverwechselbar und relativ intensiv für eine kleine Frucht.

    Kann ich Physalis in Deutschland selbst anbauen?

    Ja, sehr gut. Die Pflanze gedeiht hier als einjährige Kübel- oder Gewächshauskultur, ähnlich wie Tomaten. Vorkultur ab Februar, Pflanzung nach den Eisheiligen, Ernte August bis Oktober. Pro Pflanze können 50-100 Früchte geerntet werden. Im Wintergarten oder frostfreien Gewächshaus überleben sie und tragen im zweiten Jahr noch reichlicher.

    Was ist der Unterschied zwischen Physalis und Tomatillo?

    Beide gehören zur Gattung Physalis, sind aber verschiedene Arten. Die klassische Physalis (Physalis peruviana – Kapstachelbeere) ist klein, goldgelb, süß-exotisch und als Dessert-Frucht bekannt. Der Tomatillo (Physalis philadelphica) ist größer (3-5 cm), grün bis violett, wird grün geerntet und in der mexikanischen Küche für grüne Salsas verwendet – geschmacklich säuerlich, tomatenähnlich. Beide haben die typische Lampionhülle.

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